Menschen zur Wiki-Nutzung motivieren
am 26. June 2008 in Managementsystem 2.0
Eine der wichtigsten Pfeiler von Social Software ist, dass möglichst viele Menschen die Applikation nutzen. Wenn das Prinzip der Gegenseitigkeit – Geben und Nehmen – greifen soll, erfordert dies die aktive und nicht nur die passive Teilnahme. Klar, die Einführung beispielsweise eines Wikis ist zunächst mit Mehrarbeit verbunden. Wie kann ich also meine Mitarbeiter vom Nutzen überzeugen und motivieren?
Mit dieser Frage beschäftigt sich unter anderem die Seite wikipatterns.com. Hier wurden Muster oder Rollen – sogenannte Patterns – gesammelt, welche Wiki und deren Implementierung unterstützen bzw. verhindern. Hervorzuheben auf der Pro-Seite sind der Wiki-Champion und der WikiZenMaster: Die Personen an die die Mitarbeiter als erstes denken, wenn der Begriff Wiki fällt. Auf der Anti-Pattern Seite wurden beispielsweise Wiki-Trolls, Wikiphobias, Vandals und Gates definiert, die den Zugang zu diesem Tool behindern. Wie können diese Personen überzeugt werden?
Auch hier gibt wikipatterns.com nützliche Tipps. Die Quintessenz: Führen Sie die Menschen langsam an das Tool heran. Die Mitarbeiter dürfen sich am Anfang nicht überfordert fühlen. Man muss sie einfinden lassen und die Potenziale selbst erkennen lassen – die Gewährung von Freiräumen und Transparenz hinsichtlich des Nutzens spielt diesbezüglich eine große Rolle. Und schaffen Sie Magnete – exklusive Wiki-Inhalte wie Meeting-Agendas, Arbeitsaufträge oder auch arbeitsfremde Inhalte wie das Lunch-Menu oder Fotos der letzten Betriebsfeier.
Langfristig ist es wichtig, dass die Mitarbeiter nicht nur den individuellen Nutzen im Blick haben, sondern darüber hinaus ein gewisses Maß an Einsatzwillen und Engagement für die Gemeinschaft der Kollegen aufbringen, damit Wissensaustausch in Gang gesetzt und aufrecht erhalten wird – das ist die Herausforderungen bei Social Software.
